Geschichte des Blasorchesters

… von damals bis heute …

Das Blasorchester Lahnau ist eine Abteilung des Vereins „Freiwillige Feuerwehr Waldgirmes e.V.“ und geht auf den im Jahre 1951 gegründeten Spielmannszug zurück.

Die Jahre 1951 – 1966
Der Spielmannszug wurde von einem guten Dutzend Feuerwehrleute kurz nach den Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuerwehr Waldgirmes gegründet.

In der Anfangszeit wurden die Übungsstunden mit drei Trommeln und einigen Spielmannsflöten durchgeführt, die noch aus den Beständen des in den dreißiger Jahren aktiven Spielmannszuges des Turnvereins stammten.
Der erste öffentliche Auftritt erfolgte bereits im Jahre 1952 unter der Leitung des Stabführers Ernst Hnida.
Im Jahr 1958 übergab Ernst Hnida, der noch im gleichen Jahr verstarb, die Stabführung an Ernst Manske. Um den Nachwuchsmangel zu überwinden wurde im Jahr 1961 ein Schülerspielmannszug gegründet, der unter der Stabführung von Axel Manske bereits 1962 seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte.
Im Jahre 1963 erfolgten dann erstmals die Auftritte bei den Sitzungen und Umzügen der Wetzlarer Karnevalsgesellschaft. Diese Zusammenarbeit sollte sich als äußerst fruchtbar herausstellen, denn auch heute noch ist das Blasorchester Lahnau eine feste Größe in der Gestaltung des Wetzlarer Karnevals.

Die Jahre 1966 – 1983
Um die musikalische Qualität zu verbessern erfolgte ab dem Jahr 1966 der „Umbau“ des Spielmannszug zu einen Fanfarenzug. Unter der musikalischen Leitung von Eduard Haubfleisch, der bewährten Stabführung von Ernst Manske und durch das Engagement der Mitglieder des Fanfarenzuges konnten schon bald die ersten Auftritte auf lokalen und regionalen Veranstaltungen und Wertungsspielen sowie auf dem Hessentag durchgeführt werden. Auch der Schülerspielmannszug wurde in einen Schülerfanfarenzug umgewandelt.
Der größte Erfolg wurde im Jahr 1980 erzielt, als der Fanfarenzug Bundessieger im Bundeswertungsspielen des deutschen Feuerwehrverbandes wurde. Am Höhepunkt seiner musikalischen Karriere legte Ernst Manske die Stabführung nieder.
Im Fanfarenzug entwickelte sich der Wunsch, zukünftig anspruchsvollere und abwechslungsreichere Musik zu machen. Dieser Wunsch war der Anlaß, um über die Gründung eines Blasorchesters nachzudenken.

Die Jahre 1983 – 1987
Das Durchschnittsalter der 40 Mitglieder des Fanfarenzuges lag bei ca. 35 Jahren. Für die meisten Mitglieder bedeutete die Gründung des Blasorchesters das Musizieren von Grund auf neu zu erlernen, angefangen bei den grundlegendsten Fähigkeiten, wie z.B. das Notenlesen. Die Anfangszeit war geprägt von hohem persönlichen, finanziellen und organisatorischem Aufwand. Es galt Instrumente zu beschaffen und geeignete Ausbilder zu finden. In den ersten drei Jahren wurde der Fanfarenzug parallel zum Aufbau des Blasorchesters weitergeführt. Der erste Auftritt des Blasorchesters Lahnau erfolgte bereits im Jahr 1984 im Rahmen des Dorfgemeinschaftsabend der Waldgirmeser Kirmes.
Im Jahr 1986 erfolgte der letzte Auftritt des Fanfarenzuges im Rahmen eines Festumzuges. Beim anschliessenden Bühnenspiel präsentierte sich bereits das Blasorchester.

Die Jahre 1987 – 2004
Seit dem Jahr 1987 konzentrierte man sich nun voll und ganz auf die Entwicklung des Blasorchesters. Im Rahmen einer Feierstunde im Dorfgemeinschaftshauses in Waldgirmes übergab der bisherige musikalische Leiter Eduard Haubfleisch, im Alter von 72 Jahren, den Dirigentenstab an seinen Nachfolger Gilbert Monter, der derzeit als Berufsmusiker im Heeresmusikcorps 5 beschäftigt war.
Eduard Haubfleisch wurde im Rahmen dieser Veranstaltung für seine Tätigkeit als Dirigent und für sein über 20 Jahre andauerndes Engagement als musikalischer Ausbilder mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet und von den Mitgliedern des Orchesters zum Ehrendirigenten ernannt. Eduard Haubfleisch stand dem Orchester aber immer noch als Trompeter und auch als stellvertretender Dirigent zur Verfügung.
Im Jahre 1988 stellte das Blasorchester Lahnau sein Können im Rahmen eines Konzertes, veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Sängervereinigung Waldgirmes, unter Beweis. Von nun an wurde in regelmäßigen Abständen ein Konzertprogramm auf die Beine gestellt und dem begeistertem Publikum präsentiert.
Im Jahr 1990 wurde ein Beschallungsanlage angeschafft, die es ermöglichte die Auftritte des Blasorchesters durch Gesang zu unterstützen.
Nach sechsjähriger Tätigkeit verließ Gilbert Monter im Jahr 1993 das Orchester aus beruflichen Gründen. Die Dirigentenstelle konnte aus den Reihen des Orchesters besetzt werden und wir fanden in Edmund Beppler unserer neuen Dirigenten. Unter seiner Leitung fand das erste Konzert im Jahr 1994 in der neu errichtenden Lahnauhalle statt. Leider musste Edmund Beppler das Amt des Dirigenten aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1996 niederlegen. Edmund Beppler steht dem Orchester bis heute aber immer noch als Musiker, Gesangspartner von Heinz Best und auch als stellvertretender Dirigent zur Verfügung.
Die Nachfolge von Edmund Beppler trat Kurt Förster an, der als Berufsmusiker im Stadttheater Giessen tätig ist. Unter seiner Leitung wurde ein anspruchsvolles Musikprogramm zusammengestellt, das vom Schwierigkeitsgrad für unser Orchester an der obersten Grenze lag. Leider scheiterte die fruchtbare Zusammenarbeit mit Kurt Förster an seinen unregelmäßigen Dienstzeiten im Stadttheater, so dass der Vorsitzende des Blasorchesters – Heinz Best – Kurt Förster nach dem Weihnachtskonzert im Jahr 1998 nach dreijähriger Zusammenarbeit verabschieden musste.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruppenfoto mit Dirigent Kurt Förster Orchester m. Dirigent Kurt Förster 1999

Die Nachfolge von Kurt Förster trat ein „alter bekannter“ an. Gilbert Monter leitete noch einmal für etwa zwei Jahre das Orchester und wurde dabei kräftig von seinem Stellvertreter Oliver Rauber unterstützt.
Im Jahr 2000 übernahm dann Thomas Buß, selbständiger Berufsmusiker und Ausbilder, den Taktstock. Neben der Arbeit mit dem Blasorchester ist Thomas Buß maßgeblich für den Aufbau des Jugendblasorchesters verantwortlich.

 


Blasorchester Lahnau m. Dirigent Thomas Buß Orchester m. Dirigent Thomas Buß – 2009

All unseren Dirigenten, ihren Stellvertretern und Ausbildern sei an dieser Stelle für Ihre Arbeit mit dem Orchester gedankt.

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